DEUTSCHES KOMITEE DER UN-OZEANDEKADE (ODK)

Neue und alte Mitglieder des ODK. Januar 2024

Das Deutsche Ozeandekade-Komitee (ODK) hat das Ziel, die UN-Dekade der Meeresforschung für Nachhaltige Entwicklung in Deutschland bekannt zu machen, die Umsetzung in Deutschland zu unterstützen und als Bindeglied zwischen den nationalen und internationalen Aktivitäten zu fungieren.

Das Komitee arbeitet ehrenamtlich: Bis zu 15 Mitglieder:innen werden für einen Zeitraum von drei Jahren berufen. Die Mitglieder:innen stammen aus allen wichtigen Stakeholdergruppen, insbesondere Wissenschaft, Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen, Verwaltung/Politik und Stiftungen. Engagierte Persönlichkeiten können sich selbst nominieren und werden von einem Gremium ausgewählt. 

Aktuelle Mitglieder

Antje Boetius

Polar- und Tiefseeforscherin und Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, Max Planck Institut für Marine Mikrobiologie sowie MARUM Universität Bremen: „Mein Ziel ist aktiv als Bindeglied zwischen den nationalen und internationalen Aktivitäten und Stakeholdern zu fungieren. Mit dem Vorschlag eines regionalen Programms im Südozean / Antarktis werden wir den internationalen Impakt der Dekade stärken. Die Vielfalt nationaler Aktivitäten zu kommunizieren und zu vernetzen liegt mir am Herzen.“

Stefan Bülow
Forschungsschiffs-Reeder, stellvertretender Vorstandvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Meeresforschung:Der Ozean ist der wichtigste, aber zugleich am wenigsten erforschte Teil der Welt. Ich möchte mit meiner Mitarbeit in der UN-Ozeandekade und mit meinem neuen Sea Experience Projekt konkret dazu beitragen, dass sich das schneller ändert. Die Meeres- und Klimawissenschaften sowie der Bereich der Marinen Technologie sollen eine bessere Förderung erfahren.“
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Head of Partnership and Sustainability, Team Malizia:  „Ich freue mich als Mitglied des Komitees den gesellschaftlichen Diskurs über die Bedeutung des Ozeans weiter zu vertiefen, aber auch konkret anzupacken: Wir brauchen Projekte, Förderung und Vernetzung über gesellschaftliche Gruppen und Bereiche wie etwa Bildung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft hinweg. Ozeanschutz is keine Option, es ist eine Notwendigkeit.“

Alexis Katechakis

Meeresbiologe, Nachhaltigkeitsberater und Geschäftsführer von fors.earth: „Wenn es den Meeren nicht gut geht, kann es uns nicht gut gehen. Gesunde und produktive Ozeane sind Lebensgrundlage für uns alle und Voraussetzung für funktionierende Wirtschaftssysteme. Mit meiner Erfahrung möchte ich dazu beitragen, insbesondere Unternehmen für einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren Ozeanen zu aktivieren. Das SDG#14 und die Ziele der UN Ozeandekade setzen hierfür den Rahmen.“

Karin Kammann-Klippstein

Ehemalige Präsidentin des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH): „Für die Vereinbarkeit von Nutzung und Schutz der Meere bedarf es internationaler Zusammenarbeit bei der Umsetzung von Forschungsergebnissen, Entwicklung neuer Technologien und Stärkung des Bewusstseins der Gesellschaft für Gefahren, die den Meeren drohen, u.a. auch durch landseitige Schadstoffeinträge.“

Steffen Knodt

Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Maritime Technik: „Für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Ozeane setze ich mich seit zehn Jahren in der maritimen Industrie ein und engagiere mich hierzu im Vorstand der Gesellschaft für Maritime Technik GMT für die angewandte Forschung und unterstütze international Startup-Programme zur Blue Economy.“

Anne-Marie Melster

Kuratorin und Geschäftsführerin des interdisziplinären Kollektivs ARTPORT_MAKING WAVES, welches das Ozeandekade-Projekt WE ARE OCEAN durchführt: „Die UN-Ozeandekade ist eine geniale Initiative, um die Notwendigkeit des Meeresschutzes in das Bewusstsein aller zu bringen. Die Dekade bietet eine Plattform und Raum für Interessengruppen, um gemeinsam an globalen Lösungen zu arbeiten.“ 

Kim Nierobisch

Meeresaktivistin, Politikwissenschaftlerin und Geografin: ,,Der Ozean ist unser aller Lebensgarant. Mehr Ozeangerechtigkeit bedeutet auch mehr Gerechtigkeit für nachfolgende Generationen. Ich bringe einen naturwissenschaftlichen und gesellschaftswissenschaftlichen Hintergrund mit und versuche stetig beide Perspektiven zu vereinen, um konkrete Handlungsempfehlungen entwickeln zu können.“

Marja Ritterfeld

Vorsitzende der deutschen Abteilung von EndPlasticSoup, einer Initiative von Rotary International: „Das globale Netzwerk von Rotary nutzen wir, um die weltweite Plastikvermüllung der Ozeane, Böden und Luft durch Action, Awareness und Alliances bis 2050 zu stoppen. Die Ozeandekade ist dabei ein bedeutsamer Partner.“

Susanne Stampf-Sedlitzky

Autorin und Doku- und Filmproduzentin: „Ein gesunder Ozean gibt uns Nahrung, Arbeitsplätze, reguliert das Klima, schafft wirtschaftlichen Fortschritt und schenkt heilendes Wohlbefinden. Wir brauchen das Wasser! Deshalb wollen wir mit gemeinsamer Kraft den Ozean retten. Als Journalistin habe ich den Wunsch, aber auch die Verantwortung, die Öffentlichkeit über den Schutz des Meeres zu informieren,  zu sensibilisieren und nach Möglichkeit zu mobilisieren.“ 

Nuri Maxi Steinmann

Meeresbiologe und Grant Manager bei der Stiftung zum internationalen Meeresschutz Blue Action Fund: „Sowohl im nationalen als auch im internationalen Meeresschutz sind Austausch und Vernetzung für mich Schlüsselbedingungen für erfolgreiches und effektives Handeln. Als Vertreter der jüngeren Generation in Deutschland möchte ich gerne dazu beitragen, Brücken zu schlagen und kreativen sowie konstruktiven Austausch zu fördern.“

Martin Visbeck

Leiter der Abteilung Physikalische Ozeanographie am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel: „Die Ozeandekade gibt uns eine einmalige Möglichkeit, Wissen aus der Forschung und Gesellschaft zusammenzubringen und daraus innovative Handlungsoptionen für eine nachhaltigere Mensch-Meer-Beziehung zu entwickeln.“

Holger Watter

Maschinenbauer, Schiffsingenieur und Professor am Fachbereich Energy und Life Science der Hochschule Flensburg:  „Die Ozeandekade ist geleitet von einem ganzheitlichen Ansatz zum Schutz der Weltmeere. Mein Ziel als angewandter Wissenschaftler ist es, die Sichtweisen und Bedarfe aus der Praxis und für die Praxis in das Netzwerk mit einzubringen.“

Ute Wilhelmsen

Meeresbiologin und Leiterin Transfer der Deutschen Allianz Meeresforschung: „Eine vielfältige und gesunde Meeresnatur ist unverzichtbar für unser Wohlbefinden und für unsere Zukunft. Wir können nur gemeinsam als Gesellschaft den für unser aller Leben so entscheidenden nachhaltigen Umgang mit den Küsten, Meeren und Ozeanen vorantreiben. Dafür setze ich mich mit meiner Arbeit ein.“

Mitarbeiterportraits; Nadja Ziebarth; BUND Landesverband Bremen e.V.; Fotoshooting im Studio von BIRGIT WINGRAT FOTOGRAFIE; all rights reserved by © BIRGIT WINGRAT FOTOGRAFIE, 2021

INFO:
Bei Veröffentlichung der Bilder, in Printmedien (z.B. Presse, Bücher, Programm- u. Veranstaltungsankündigung; Interview etc.) oder im Internet beruflicher und privater Natur (Webseite, Social Networks, wie z.B. Facebook, Instagram, LinkedIn) ist die Urheberin namentlich als © BIRGIT WINGRAT FOTOGRAFIE oder © Birgit Wingrat Fotografie entweder direkt am Bild stehend oder wenn dort nicht möglich an anderer Stelle, deutlich zuordbar, zu nennen.

Meeresbiologin und Leiterin des BUND-Meeresschutzbüros: „Gesunde Meere sind unverzichtbar. Keine der gewaltigen, globalen Herausforderungen, wie Klimakrise, Verlust von Artenvielfalt und Lebensräumen sowie insgesamt eine nachhaltige Entwicklung, sind ohne intakte Weltmeere zu bewältigen. Die UN-Ozeandekade kann das Nachhaltigkeitsziel 14 stärken, die Wissenschaft fokussieren und in eine zukunftsfähigere Meerespolitik führen.“

Ehemalige Mitglieder 2020-2023

Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung

Everwave GmbH

Alfred Wegener Institute Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

Universität Bremen

Ehemalige Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

Mission Starfish 2030: Restore our Ocean and Waters

Senckenberg – Leibniz Institution for Biodiversity and Earth System Research

Arbeitsschwerpunkte

Die Mitglieder:innen des Komitees beschließen Arbeitsschwerpunkte, mit denen sie die Umsetzung der Ziele der UN-Ozeandekade in Deutschland unterstützen. Die Ausarbeitung erfolgt in thematischen Arbeitskreisen, die von jeweils einem Komitee-Mitglied geleitet werden. Diese Arbeitskreise sind für alle Interessierten offen.

Teilnehmer während eines Workshops zur Zukunft der Meere. Foto: Gabriella Goncalles

Bildung, Kultur und Gesellschaft

Die zukünftige Entwicklung unserer Gesellschaft, Fragen des Klimawandels und damit verbunden auch der nachhaltige Umgang mit dem Meer sind für viele junge Menschen brennende Fragen. Unter dem Titel „Young Ocean“ möchte der Arbeitskreis „Bildung und Gesellschaft“ des Deutschen Ozeandekaden-Komitees (ODK) mit Partnerschulen aus allen Bundesländern zusammenarbeiten, um Kenntnisse zu vermitteln und Schüler:innen aktiv in das Engagement für den Ozean einzubeziehen. Neben Aufbau und Pflege des Netzwerks von Partnerschulen in ganz Deutschland, sammelt der Arbeitskreis Informationen zu Unterrichtsmaterialien und stellt diese zur Verfügung und plant, internationale Kontakte zu Schulen im Globalen Süden zu vermitteln.

Ansprechpartner:innen: Ute Wilhelmsen und Anne-Marie Melster

Wirtschaft

Mit dem Arbeitskreis Wirtschaft möchte das ODK Unternehmen und Institutionen eine Plattform zum Austausch, Vernetzen und Mitarbeiten bieten. Der Arbeitskreis richtet sich an alle Organisationen in der Wirtschaft, die sich bereits aktiv für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Ozeane einsetzen, dies zukünftig tun möchten oder sich dafür interessieren. Der Arbeitskreis setzt sich zum Ziel, die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft im Rahmen der Ozeandekade zu fördern und den Transfer der Erkenntnisse in die Anwendung zu beschleunigen. Durch den Austausch zwischen den Mitglieder:innen sollen Impulse für gemeinsame Initiativen mit Breitenwirkung gesetzt werden. Dies soll u. a. auch dazu beitragen, dass die in vieler Hinsicht unverzichtbare Nutzung der Meere nachhaltiger gestaltet wird.

Ansprechpartner: Alexis Katechakis und Steffen Knodt

Glasröhrensystem zur Kultivierung von Mikroalgen. Foto: Sea&Sun Organic
Martin Visbeck bei einem Vortrag im Überseemuseum in Bremen. Foto: Simon Jungblut

Medien und Öffentlichkeitsarbeit

Der Arbeitskreis „Medien und Öffentlichkeitsarbeit“ informiert Interessierte über die UN-Ozeandekade und die Arbeit des ODK. Wir organisieren verschiedene Plattformen und Formate (Webseite, Social Media) auf denen auch die Beiträge unserer Partner:innen veröffentlicht werden können. Wir arbeiten mit dem Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit des Konsortiums Deutsche Meeresforschung (KDM) und der Deutschen Allianz Meeresforschung (DAM) zusammen, um den deutschen Meeresforschungseinrichtungen eine Stimme in der UN-Ozeandekade zu geben.

Ansprechpartnerin: Cornelius Eich

Early-Career Ocean Professionals (ECOPs)

Der Arbeitskreis ECOP Germany vernetzt OzeanexpertInnen, die am Anfang ihrer Karriere stehen (ECOP = engl. für early-career ocean professional). Der Arbeitskreis will Möglichkeiten für ECOPs schaffen, sich aktiv in die Ozeandekade einzubringen, sich auszutauschen und zusammen Projekte zu entwickeln. Durch Kooperation von ECOPs aus verschiedenen Stakeholder:innen-Gruppen soll die Verbindung zwischen Wissenschaft, Industrie und Gesellschaft gestärkt werden. Darüber hinaus strebt der Arbeitskreis einen generationenübergreifenden Austausch und einen direkten Beitrag zu Veranstaltungen, Projekten und Programmen im Zusammenhang mit der UN-Ozeandekade an. Durch regelmäßige Treffen wird ein Netzwerk aufgebaut, das Synergien mit laufenden Initiativen nutzt. ECOP Germany heißt Interessierte mit Wohnsitz in Deutschland oder Bezug zu Deutschland, die am Anfang ihrer Laufbahn in einem meeresbezogenen Bereich (Forschung, Bildung, Regierung, Industrie, NGO, etc.) stehen, in seinem Netzwerk willkommen.

Ansprechpartnerin: Kim Nierobisch und Nuri Steinmann

Graphic Recording einer Diskussion, Virtual Early Career Ocean Professional Day, 2021. Bild: Gabriele Schlipf

Botschafter:innen des Deutschen Ozeandekade-Komitees

Lars Abromeit

Journalist

Björn Both

Lead Sänger, Band "Santiano"

Polarforscher und Autor

Monika_griefahn

Zukunftsforscherin und Gründerin

Profi-Segler, Team Malizia

Anna von Rebay

Juristin

Meeresbiologin und Autorin

André Wiersig

Extremschwimmer

Kontaktstelle

Die Kontaktstelle unterstützt das Komitee in seiner Arbeit und beim Aufbau des Netzwerks der Ozeandekade. Die Kontaktstelle ist darüber hinaus eine zentrale Anlaufstelle für Informationen über die nationalen und internationalen Aktivitäten und Programme im Rahmen der UN-Ozeandekade.

Kontakt

Dr. Ulrike Heine
Wissenschaftsreferentin, Deutsches Komitee der UN-Ozeandekade (ODK)
Kontaktstelle ODK

GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel
Wischhofstr. 1-3
24148 Kiel

E-Mail

kontaktstelle@ozeandekade.de

Kontakt

Tel: 0431-600 2446